Die Kinder-Projektgruppe „Gestalte dich frei“ (gefördert vom Kinderhilfswerk) aus dem Weststadtbüro hat im Rahmen einer Stadt-Rallye durch Hanau auch die Baugesellschaft Hanau besucht. Auf dem Programm standen hierbei ein Besuch bei den BGH-Hühnern Cordula, Paula, Greta und Linkelotta sowie die Besichtigung einer leerstehenden Wohnung.

Bei der Baugesellschaft angekommen, waren alle schon ganz aufgeregt. Viele der Mädchen und Jungen wollten keine Zeit verlieren und wären am liebsten direkt in den Innenhof der Baugesellschaft gestürmt, um die Hühner zu besuchen. Ihre Geduld wurde zum Glück nicht allzu lange strapaziert: Dort endlich angekommen, zeigten sich die Kinder sehr wissbegierig: „Wie viele Eier legen die Hühner?“ – „Was essen sie? Auch Döner und Karotten?“ – „Hat die Baugesellschaft auch Küken?“. Ein Junge wollte schließlich wissen, ob man ein Huhn auch in der Wohnung halten kann, „so wie einen Hasen?“ und zeigte sich doch etwas enttäuscht, als er erfuhr, dass dies nicht möglich ist.

Nachdem alle die Chance hatten, ein Huhn zu streicheln, gab es dann nach einem kurzen Spaziergang durch die Hanauer Altstadt eine leerstehende, aber noch nicht renovierte Wohnung zu besichtigen. Beim Rundgang überlegten die Mädchen und Jungen, um welches Zimmer es sich denn jeweils handeln könnte: Kinderzimmer, Wohnzimmer, oder doch eher die Küche? Mit großen Augen verfolgten sie die Erläuterungen, welche Renovierungsarbeiten noch erledigt werden müssen, bevor der nächste Mieter hier einziehen kann. Angefangen beim Boden, der komplett ersetzt wird, über neue Tapeten und einem neuen Anstrich für die Decken und Wände reicht das Pensum. „Puuuh, das ist aber noch ganz schön viel Arbeit, bis hier jemand wohnen kann“, stellte ein Mädchen aus der Gruppe überrascht fest.

Während der Besichtigung informierten sich die Kinder auch darüber, was die Baugesellschaft sonst noch für die Mieterschaft anbietet und organisiert. Neben den Hühnern gibt es noch viele andere Projekte wie die Blühwiesen für Bienen oder den Kinder-Kino-Event, aber vor allem vermietet und verwaltet die Baugesellschaft Wohnungen.

Im Gespräch stellte sich heraus, dass auch von den 24 Personen der Gruppe (3 Erwachsene und 21 Kinder) sieben selbst bei der Baugesellschaft wohnen. Ein Mädchen erzählte, dass sie mit ihrer Familie in der Philipp-Reis-Straße wohnt und dort gerade viel renoviert wurde. „Wir haben neue Fliesen bekommen und einen neuen Aufzug“. Mit einem gewissen Entsetzen erzählte sie aber auch davon, dass manche Leute nicht sorgsam damit umgehen würden und deshalb schon wieder vieles kaputt sei. Sie fragte auch, ob die Baugesellschaft schon die Leute gefunden hätte, „die das mit der gelben Farbe an der neuen Hauswand gemacht haben“.

Einige der Mädchen und Jungen wussten auch, dass die Baugesellschaft auch im Internet zu finden ist. „Sogar in Facebook und auf Instagram“. Ein Junge fragte, ob man eine Wohnung auch online mieten könne und fand es ziemlich „cool“, dass zwar der Mietvertrag natürlich persönlich unterschrieben werden muss, dass aber eine Bewerbung tatsächlich online möglich ist.