Die Wohnungsnotfallhilfe der Stiftung Lichtblick (Stiftung der evangelischen Marienkirchengemeinde zu Hanau) hat mit Unterstützung der Baugesellschaft Hanau einen Gabenzaun aufgestellt. Gemeinsam mit der Agentur Einzigkartig und der Druckerei MC Druck, die kostenlos den Banner entworfen und gedruckt haben, und der Stadt Hanau wurde ein besonderes Angebot für wohnungslose Menschen geschaffen, die die offiziellen Hilfsangebote nicht annehmen können.

Seit dem 1. April steht ein sogenannter „Gabenzaun“ am Johanneskirchplatz hinter der Alten Johanneskirche. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Lichtblick, des betreuten Wohnens für wohnungslose und obdachlose Menschen, haben den Gabenzaun einmal mit Gabentüten bestückt. Die Tüten mit Gaben sollen helfen, obdachlosen und bedürftigen Menschen in der schwierigen Zeit von Corona zu unterstützen.

Hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger sollen sich beteiligen und das Projekt „Gabenzaun“ unterstützen, um so Solidarität mit denen zeigen, die es im Moment besonders schwer haben.

Die Aktion richtet sich an obdachlose und bedürftige Menschen in Hanau. Wer helfen möchte, sollte die Gaben (Obst, Süßwaren, Lebensmittel, Hygieneartikel, Bekleidung entsprechend der Jahreszeit) in Plastik verpacken und das Obst vorher waschen. Dabei muss gerade in Zeiten der Corona-Pandemie auf Hygiene geachtet werden, weshalb die Tüten beschriftet sein müssen. So kann man sofort sehen, was sich in den Tüten befindet und muss diese nicht aufreißen und durchschauen. Wer etwas spenden möchte, wird darum gebeten, zu überlegen was bedürftige Menschen brauchen könnten. Die Mitarbeitenden von Lichtblick haben ein Auge darauf, dass die Umgebung nicht vermüllt und gegebenenfalls verdorbene Sachen entsorgt werden.

Im Krisenstab der Stadt Hanau zeigte man sich von der Idee der Stiftung für den Gabenzaun sofort angetan: „Das ist eine schöne Idee, die wir von Seiten der Stadt natürlich gerne unterstützen wollen“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Die Baugesellschaft stellte in Folge den gewünschten Zaun auf, und das Ordnungsamt der Stadt verzichtete auf eine Sondergenehmigung. Der Gabenzaun wird gut angenommen und wurde bereits fleißig mit Gabentüten bestückt.